Engel des Alltags

Reifen wechseln


Samstagabend in Augsburg, Bayern. Nach einem schönen Abend platzt auf dem Rückweg vom Restaurant ein Reifen. Es passiert nichts weiter, keiner wird verletzt. Es gibt aber kein Ersatzrad.

Ein Auto hält neben dem Pannenfahrzeug an. Der Fahrer bietet Hilfe an, fährt in seine Werkstatt mit dem kaputten Reifen, kommt nach 30 Minuten wieder mit einem neuen, der bereits auf die Felge aufgezogen ist, montiert das Rad und will wieder fahren. Wir bedanken uns herzlich und fragen, wieviel Geld er denn von uns bekomme. Er sagt: Ich möchte kein Geld, ich helfe gern. Und fährt weg, uns staunend zurücklassend.

Die Geschichte inspiriert mich. Dort zu stehen und in sehr überschaubarer Zeit so effiziente Hilfe zu bekommen, die unter normalen Umständen schon tagsüber gutes Geld gekostet hätte, geschwege denn Samstagnacht, war eine gute Erfahrung. Ich hab die Geschichte am nächsten Tag erzählt, und eine Reaktion war: Das war ein Engel. Und ich hab mir gedacht: Ja, irgendwo müssen die Engel ja sein und wirken.

Engel sein heißt: Bote Gottes bei den Menschen zu sein. Und Gottes Botschaft ist immer die der Liebe, der Zuwendung, letztlich der Erlösung. Dies mitten im Alltag mal ganz praktisch zu erfahren, das tat gut.

Ihr und euer Diakon Edgar

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