Setz den Kriegen ein Ende

DMZ Frieden

Mein jüngster Besuch an der Demilitarisierten Zone (DMZ) brachte mich zu diesem Gedenkort. Er ist vor knapp 4 Jahren errichtet worden, und an Aktualität hat er stetig zugenommen.

Lesen wir zuerst den Text, der davor zu lesen ist:

Die Erde vereinen
​Dieses Kunstwerk drückt die Hoffnung des Volkes auf Frieden und die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel aus.
Die Bögen über den zwei Halbkugeln repräsentieren die Eisenbahnstrecke Seoul-Sinuiju, die bis nach Europa führen wird. Die geteilte Kugel symbolisiert ein bleibendes Überbleibsel des Kalten Krieges, die geteilte koreanische Halbinsel. Die Statuen, welche die geneigten Hälften umgeben, sind Elemente, die zusammenwirken, um die koreanische Halbinsel wieder zu vereinen.
​Mai 2002, Stadt Paju (Paju-si)

Seoul liegt in Südkorea, Sinuiju in Nordkorea.
In Paju, der Stadt direkt an der DMZ, ist den Menschen sehr bewusst, wie fragil dieser Frieden ist. Wir wissen: Es gibt keinen Friedensvertrag zwischen den beiden Koreas; der koreanische Krieg wurde am 27. Juli 1953 lediglich mit einem Waffenstillstand unterbrochen. Das gilt bis heute.

In einer Zeit, in der wir tagtäglich in den Nachrichten erleben, wie es immer noch mehr Kriege, noch mehr Leid und noch mehr Unverstand gibt, und in der militärische und wirtschaftliche Entscheidungen der sogenannten Großmächte immer noch mehr Länder destabilisieren und die Menschen in nicht mehr fassbare Not treiben, möchte ich mit den Worten aus Psalm 46,10 zu Gott rufen, ja schreien: „Setz den Kriegen ein Ende bis an die Grenzen der Erde!“

Bei einem Gespräch vor kurzem ging es genau darum: Wie kann das gelingen?
Ich finde, dass es ausschließlich dadurch gelingen kann, dass die Entscheider dieser Welt umkehren. Sich neu ausrichten. Ihre menschliche Seite wieder entdecken, also die Seite, die Gutes tun kann.
Dass sie das einfach so tun, ist sehr unwahrscheinlich. Die wenigsten interessieren sich noch dafür, dass sich die Menschheit im Jahr 1948 mal geeinigt hatte auf eine gemeinsame ethische Basis, die wir die Menschenrechte nennen. 3200 Jahre älter sind die 10 Gebote – auch die sind unwichtig geworden.
Es wäre doch mal ein Anfang, sich an die philosophische Grundregel zu erinnern, die schon den Kindern beigebracht wird: „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu.“

Ihr und euer
Diakon Edgar, der Diakon mit der Mütze.

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